Diese Art von Puzzle kennst du bestimmt vom Smartphone:
Eine Figur läuft stur nach vorn, und du musst irgendwie dafür sorgen, dass sie lebend am Ziel ankommt.
Kartoffl bringt genau dieses Prinzip in VR. Es sieht niedlich aus, verlangt aber ziemlich viel Mitdenken.
Die Aufgabe ist einfach.
Du musst die etwas verpeilten Kartoffeln sicher bis zu den Löchern bringen und dort einpflanzen.
Das Problem ist nur: Sie schauen ausschließlich nach vorn.
Egal ob Klippe oder Kreissäge, sie laufen einfach weiter.
Du musst also Treppen und Planken in die Luft setzen und ihnen einen sicheren Weg bauen.
Je weiter du kommst, desto räumlicher werden die Maps.
Wenn du unterwegs auch noch alle drei Münzen einsammeln willst, zieht der Schwierigkeitsgrad deutlich an.
Oft musst du erst kurz anhalten und überlegen, wie du den Weg überhaupt bauen willst.
Weil es keine heftigen Bewegungen gibt, ist VR-Übelkeit hier fast kein Thema.
Du kannst ganz entspannt im Sitzen spielen.
Musik und Figuren wirken eher ruhig und niedlich, aber die Rätsel haben deutlich mehr Biss, als man zuerst denkt.
Wenn Kinder spielen, kommt ziemlich sicher irgendwann die Frage: „Und wie geht das jetzt?“
Für gemeinsames Spielen passt es eher ab ungefähr 10 Jahren.
An manchen Stellen ist das Neustarten etwas umständlich.
Wenn du ruhige Spiele mit Tüftelei magst, könnte das hier aber gut passen.
Spielbeschreibung
Neulich meinte ein Freund zu mir: „Du solltest dieses Meta-Quest-VR-Puzzle namens Kartoffl mal ausprobieren. Der Art-Style ist süß und das Tempo richtig entspannt.“
Mir ist dann aufgefallen, dass im Vergleich zu den anderen Spielen, über die ich bisher geschrieben habe, fast niemand darüber spricht. Also habe ich es selbst ausprobiert.
So fühlt sich das Spiel tatsächlich an.
Vom Genre her ist es wie ein klassisches Mobile-Puzzle-Game, nur eben in VR. Die Regeln sind genauso, wie man es erwartet. Du schließt jede Stage ab, indem du Sterne sammelst. Story gibt es so gut wie keine. Du gehst einfach von Level zu Level weiter.
Das Ziel ist simpel. Du lässt diese niedlichen kleinen Kartoffeln in Löcher fallen und pflanzt sie ein. Mehr ist es nicht.
Aber diese Kartoffeln?
Sie laufen nur nach vorne. Ohne zu zögern. Ohne umzudrehen.
Eine Klippe vor ihnen? Sie springen.
Eine rotierende Säge? Sie laufen direkt hinein.
Ob zerquetscht, zerschnitten oder zu Chips verarbeitet, ist egal.
Sie marschieren einfach weiter, als könnte sie nichts aufhalten.

In jeder Stage bekommst du eine bestimmte Auswahl an Werkzeugen. Zum Beispiel Treppenteile, die du in der Luft platzieren kannst, oder Bretter, die die Richtung der Kartoffeln ändern. Damit baust du einen Weg und führst die Kartoffeln sicher zu den Löchern, in denen sie „eingepflanzt“ werden.
In jeder Stage sind außerdem drei Goldmünzen verteilt. Für jede eingesammelte Münze bekommst du einen Stern. Sammelst du alle drei, erhältst du drei Sterne. Wenn du eine perfekte Wertung willst, musst du deine Route genau planen. Dadurch wird es schnell anspruchsvoller, als es zunächst aussieht.
Die frühen Stages sind noch simpel. Du gehst einfach geradeaus weiter, und im schlimmsten Fall fällt eine Kartoffel herunter und wird zu Kartoffelbrei. Doch mit jedem Fortschritt werden die Karten immer dreidimensionaler und entwickeln sich schließlich zu Strukturen, die fast wie Gebäude wirken.
Schon bald kannst du eine Stage kaum noch starten, ohne erst ein paar Minuten darüber nachzudenken und deinen Plan zu machen, bevor du die Kartoffeln loslaufen lässt.

Insgesamt ist es wirklich ein ruhiges Spiel, sobald man es selbst spielt. Große emotionale Ausschläge gibt es nicht. Es fühlt sich eher an wie eine Partie Shōgi oder eine kurze Meditation: Man denkt Schritt für Schritt nach, probiert es immer wieder und findet irgendwann den richtigen Weg.
Bei der Routenplanung geht es außerdem nicht nur darum, alle über denselben Weg zu schicken. Während die Kartoffeln vorwärtslaufen, musst du oft spontan Anpassungen machen. Zum Beispiel: Nachdem Kartoffel Nr. 1 einen Abschnitt passiert hat, entfernst du diesen Weg wieder und leitest Kartoffel Nr. 2 über eine andere Route, um eine Münze zu holen. Solche Setups sind notwendig, wenn du auf eine hohe Punktzahl spielen willst.

Das Tempo ist langsam, die emotionalen Höhen und Tiefen sind minimal, und große Aha-Momente oder Überraschungen gibt es kaum. Wenn du ein reiner Puzzle-Fan bist, wirst du damit wahrscheinlich trotzdem gut zurechtkommen.
Ich habe testweise ein Kind aus der Verwandtschaft spielen lassen. Es lief ungefähr so, wie man es erwarten würde.
„Wie macht man das?“ „Es ist wieder runtergefallen!“ „Moment, es ist schon wieder gestorben?“
Die Fragen hörten die ganze Zeit nicht auf.
Am Ende habe ich sie zu Trombone Champ wechseln lassen. Die Geräusche waren unglaublich schräg, aber wenigstens war es ruhiger.
Die Figuren sind wirklich niedlich. Wenn jemand das Spiel ausprobieren will, würde ich es eher für Kinder ab etwa 10 Jahren empfehlen. Sind sie jünger, kommen sie mit der Steuerung oft nicht klar. Dann hörst du ständig wieder: „Hey, wie geht das?“ „Es ist wieder runtergefallen!“ „Moment, warum?“
Spielbewertung
Stärken
- Der Einstieg ist extrem leicht. Egal ob Erwachsene oder Kinder – man versteht fast sofort, wie sich die Objekte bewegen lassen, einfach indem man hinschaut.
- Die Kartoffeln sind eindeutig niedlich, und die Musik ist so eingängig, dass man sie irgendwann unbewusst vor sich hin summt.
Schwächen
- Ein Nachteil ist, dass es keinen Retry-Button gibt. Selbst wenn du einen Fehler machst, musst du warten, bis alle Kartoffeln heruntergefallen sind, bevor du es noch einmal versuchen kannst. Das nimmt dem Spiel etwas vom Tempo.
- Außerdem fühlt sich das Gameplay stellenweise stark wie ein Mobile-Puzzle-Game an. Da fragt man sich manchmal: Muss das wirklich unbedingt in VR sein?
Einrichtung & Sicherheit
Du kannst dieses Spiel ganz normal im Sitzen spielen.
Wenn du allerdings aufstehen willst, um Winkel oder Routen genauer zu prüfen, solltest du ungefähr einen Meter freien Platz zur Verfügung haben.
Gesamtwertung & VR-Komfort
Gesamtwertung: 🌟🌟🌟 (Gutes Mittelfeld)
VR-Komfort: 🌀 (Anfängerfreundlich)
Video-Übersicht
Offizielle Meta-Quest-Informationen
Preis: 9,99 €
Dieses Spiel wird während längerer Feiertage, saisonaler Sales, Black Friday und Neujahrsaktionen häufig um etwa 50–70 % reduziert.
Wenn du beim Checkout VRPUPU eingibst, erhältst du zusätzlich 10 % Rabatt.
Deutsch: Nein
Bewertung: 4,8 / 5 ( 53 Rezensionen)
Offizielle Beschreibung
Kartoffl ist ein niedliches VR-Puzzle-Spiel im Q-Style, das trotzdem einige knifflige Momente bietet. Es hat eine entspannte, verspielte Atmosphäre, ein bisschen wie Angry Birds, und bietet ein lockeres, aber dennoch befriedigendes Puzzle-Erlebnis.
Also gut, die Kartoffeln wollen losziehen. Aber ohne deine Hilfe schaffen sie es nicht.
Sie sehen zwar niedlich aus, sind aber nicht besonders clever. Wenn du nur kurz die Konzentration verlierst, enden sie sofort als Kartoffelbrei. Platziere Gadgets entlang ihres Weges und rette sie eine nach der anderen.
Das Spiel lässt sich von Klassikern aus den 80er- und 90er-Jahren inspirieren, zum Beispiel Lemmings und Pipe Dream. Die Regeln sind sehr einfach: Führe die kleinen Kartoffeln sicher zum Ziel.
Einfache Steuerung, ein markanter Art-Style, ungewöhnliche Stage-Designs und viele verspielte Ideen. Bevor du es merkst, denkst du schon: „Nur noch eine Stage …“ und hörst nicht mehr auf.
Du kannst im Stehen, im Sitzen oder sogar im Passthrough-Modus spielen.
Kartoffl bietet ein frisches und einprägsames VR-Erlebnis. Schnelle, clever aufgebaute Stages treffen auf eine Spielweise, die speziell für VR gemacht ist. Jetzt bist du dran. Rette die Kartoffeln.
Wenn dir Echtzeit-Spiele mit direkter Steuerung wie Kartoffl gefallen, dann könnte dir auch Townsmen VR gefallen. Dort kommandierst du große Gruppen von Arbeitern und übernimmst praktisch die Rolle eines gnadenlosen Chefs.








